Regeneration

25 November 2016

Wenn es um das Training geht, denken viele Trainierende, dass viel Training viel hilft. Damit wir diese Aussage besser bewerten können, schauen wir uns erstmal an, was im Körper während und nach dem Training passiert.

Zunächst ist der menschliche Körper unter ständiger Veränderung, die Leistungsfähigkeit des Körpers passt sich den Anforderungen an, das nennt man Homöostase. Als Beispiel dienen besonders Leistungssportler, die während ihrer aktiven Karriere schon anders aussehen, als in der Zeit danach. Klar, die Belastung in Form von Training und Spielen ist nach der Karriere geringer, als während der Karriere und die Leistungsfähigkeit des Körpers passt sich an. Man kann also zielgerichtet trainieren.

Was hat das mit Erholung bzw Regeneration zu tun? Nun, die Leistungsfähigkeit des Körpers baut sich nicht während des Trainings auf, sondern danach. Wenn wir an dieser Stelle auf sämtliche biochemischen Abläufe im Körper eingehen würden, wären schnell einhundert und mehr Seiten gefüllt, daher belassen wir es bei der Basis.

Durch Training wird der Körper zunächst geschwächt. Nehmen wir als Beispiel eine BodyPump Class. Man geht voll von Energie in die Stunde, powert sich aus und nach 60 Minuten ist man ganz schön geschafft, na klar, das hat Energie gekostet. Ab dem Cool-Down beginnt der Körper mit Anpassungsvorgängen. Als Beispiel werden durch das Training zerstörte Körperstrukturen neu und leistungsfähiger aufgebaut, je nach Training variiert der Anpassungsvorgang. Der Körper möchte auf jeden Fall eines; besser gerüstet in die nächste Belastung gehen. Demnach stellt der Körper seine Leistungsfähigkeit wie vor der BodyPump Class nicht nur wieder her, sondern erhöht diese auch ein bisschen- dies ist als Superkompensation bekannt. Wenn man kein Training mehr danach absolviert, nähert sich die Leistungsfähigkeit wieder dem Ausgangsniveau an oder fällt alters- und/oder aktivitätsbedingt.

Die Länge der Regenerationsphase richtet sich immer nach der Intensität und Dauer des Trainings, bzw der sportlichen Aktivität. So kann eine Regeneration nach einem 5km Lauf ein paar Stunden betragen, wohingegen ein Marathon teilweise mehrere Wochen Regeneration erfordert. Wichtig zu wissen ist, dass nicht nur Muskulatur, sondern besonders auch die Nerven Regeneration benötigen. Wenn wir z.B. neue Bewegungsabläufe lernen, ist dies eine Belastung für unser Nervensystem.

Doch was kann man tun, um zu regenerieren und was passiert, wenn man das nicht macht? Als erstes heißt Regeneration nicht einfach auf dem Sofa liegen und nichts tun. Was dem Körper gut tut, ist leichte Belastung und viel Sauerstoff. Spaziergänge, lockeres Radfahren und eventuell lockeres Laufen sind besonders wirksam. Sauerstoff und lockere Bewegung helfen dem Körper Abfallprodukte der Energiebereitstellung abzubauen. Man merkt den Erfolg, wenn man z.B. mit schweren Beinen auf das Rad steigt und sich irgendwie lockerer fühlt, wenn man nach dreißig Minuten wieder absteigt.

Nicht nur körperliche Regeneration ist essentiell, sondern auch, dass der Geist zur Ruhe kommt. Angebote wie Yoga und Pilates, sowie BodyBalance helfen dabei, Gedanken zu konzentrieren und Stress abzubauen.

Wissenschaftlich ist es übrigens nicht nachgewiesen, dass Dehnen hilft, allerdings bewirkt Dehnen unter Umständen, dass die Spannung aus der Muskulatur genommen wird und man sich entspannter fühlt. Dies kann auch als der Regeneration positiv dienend gewertet werden.

HealthCity bietet Dir eine Vielzahl von aktiven Regenerationsmöglichkeiten. Neben dem Cardiopark und den Kursangeboten sind besonders die Sauna, die Lounge, das Solarium und der Ruheraum hervor zu heben. Hier kannst Du entspannen, aktiv Stress abbauen und bei einem lockeren Treffen mit Freunden und Bekannten den Alltag vergessen.

Ein Punkt fehlt noch; was passiert, wenn wir nicht regenerieren? Wenn wir trainieren, obwohl der Körper die Anpassungsvorgänge noch nicht abgeschlossen hat, kann es sein, dass wir schwächer sind als vor dem letzten Training. Das Training selbst ist somit nicht so effizient wie es sein kann, außerdem läuft man Gefahr, eine Verletzung davon zu tragen. Dies kann durch mangelnde Konzentration oder auch durch Vorermüdung des Körpers passieren. Permanentes Training ohne Regeneration wird als Übertraining bezeichnet und bedarf einer Behandlung durch einen Mediziner. So weit wollen wir es nicht kommen lassen, also lass dich gerne von einem unserer Trainer beraten, wie Du dein Training so effizient wie möglich gestalten kannst.